Konfirmanden

Eine der ersten weitreichenden Entscheidungen, die Jugendliche in ihrem Leben treffen dürfen, ist die Frage, welcher Religion sie angehören möchten. In Deutschland gilt: Ab Vollendung des 12. Lebensjahres darf ein Kind nicht mehr gegen seinen Willen in einem anderen Bekenntnis als bisher erzogen werden. Ab Vollendung des 14. Lebensjahres wird in Deutschland eine uneingeschränkte Religionsmündigkeit erworben.

„Wollt ihr im evangelischen Glauben bleiben und wachsen?“ – Diese oder eine ähnliche Frage wird Konfirmandinnen und Konfirmanden in der Evangelischen Kirche deshalb zur Konfirmation gestellt.

Um darauf bewusst antworten zu können, besuchen die Jugendlichen vorher den Konfirmandenunterricht. Er beginnt in der Regel dann, wenn die Jugendlichen die siebente Schulklasse beginnen, und dauert anderthalb Jahre bis zur Konfirmation. Im Unterricht werden unterschiedliche Themen rund um den evangelischen Glauben besprochen. Dabei steht nicht Wissensvermittlung im Mittelpunkt, sondern das Bemühen, den Jugendlichen eine Heimat im Glauben und in der evangelischen Kirche zu schaffen. Diskussionen, Spiele und Besuche bei kirchlichen Einrichtungen gehören dazu.

Die Konfirmation ist zum einen also eine Bestätigung der eigenen Taufe, die bei den meisten Jugendlichen im Kleinkindalter vollzogen wurde. Wobei die Taufe natürlich auch erst während der Konfirmandenzeit vorgenommen werden kann, wenn das nicht vorher geschehen ist.

Zum anderen ist die Konfirmation im traditionellen Verständnis evangelischer Landstriche der Übergang vom Kind zum Erwachsenen. In früheren Zeiten traf mit der Konfirmation oftmals das Ende der Schulzeit und der Beginn der Berufsausbildung zusammen. Heute ist das zwar nicht mehr der Fall, dennoch ist die Konfirmation bis heute ein wichtiger Schritt zum Erwachsenwerden. Aus Kindern werden Leute ...